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PPS-MES Auftragsplanung

Die Einplanung der einzelnen Arbeitsgänge eines Auftrages stellt das Kernstück der Auftragsplanung dar.

Auf der Basis vorgegebener Arbeitsgänge werden diese mit den verfügbaren Kapazitäten abgeglichen. Zunächst ist dabei die logische und zeitliche Folge der Arbeitsgänge untereinander zu berücksichtigen. Das PPS-MES-System wählt in vielen Optimierungsschritten die am best geeigneten Personen und Maschinen für jeden Arbeitsschritt aus. Dabei wird geprüft, ob Personen und Maschinen ausreichend für die gestellte Anforderung geeignet sind (Mindesteignung oder besser) und ob sie rechtzeitig aufgrund freier Kapazitäten eingesetzt werden können. Falls mehrere, prinzipiell gleich gute Möglichkeiten vorhanden sind, so kann bei freier Verfügbarkeit als zusätzliches Auswahlkriterium beispielsweise die wirtschaftlichste Variante herangezogen werden. Es ist leicht vorstellbar, dass bei einer Vielzahl derartiger Kombinationsmöglichkeiten jedes manuelle Verfahren fehlschlägt.

Die Kriterien zur Einplanung von Personen, Maschinen und Zubehör sind vielfältig und entsprechen den praxiserprobten Vorgehensweisen im Werkzeugbau. So wird die unterschiedliche Mindesteignung einzelner Einsatzmöglichkeiten von Personen und Maschinen berücksichtigt, bevorzugte Personen-Maschinenkombinationen sind hinterlegbar und auch die parallele Bearbeitung mehrerer Aufträge durch eine Person sind vorgesehen.

Die Abhängigkeiten der Arbeitsfolgen untereinander sind um werkzeugbauspezifische Besonderheiten, wie "Zwangsfolgen" (nach dem Härten muss das Glühen erfolgen) und "operationsmittelwechselfreie" Arbeitsgänge (wenn Herr Meier mit der Arbeit begonnen hat, muss er sie auch fortführen und beenden) erweitert. Ein automatisch generierter Plan kann ggf. vom Fertigungssteurer abgeändert werden. Hierfür stehen Eingriffsmöglichkeiten für die manuelle Umplanung zur Verfügung.